Der Yachthafen von Damp an der Ostsee zählt zu den maritimen Kernpunkten Schleswig-Holsteins.
Er verbindet jahrzehntelange Segel-Tradition mit modernem Wassersport, Tourismus und gemeinschaftlicher Entwicklung – von seiner Entstehung bis zu den Herausforderungen der Gegenwart.




1968
Planung und Bau
des jetzigen Ostsee Resort Damp unter dem Namen "Damp 2000" mit der ersten Hafeninfrastruktur als Teil des touristischen Konzepts.
1968
1992
Stationierung
des Seenotrettungsbootes Karl van Well im Hafen (DGzRS). Ausschlaggebend dafür war u. a. der direkte Zugang zur Ostsee.
2014
Erneuerung
der Steganlagen mit moderner Versorgungstechnik. Insgesamt nun 365 Liegeplätze, verbunden mit umfangreicher Infrastruktur.
2014
Oktober 2023
Zerstörung
durch die Jahrhundert-Ostsee-Sturmflut. Verheerende Schäden am Hafen und an der Mole.
April 2024
Vorbereitung
zur Teileröffnung sowie Beginn der Diskussionen über den Wiederaufbau, und dessen Finanzierung.
April 2024
Juli 2024
Teilöffnung
des Hafens mit eingeschränkter Kapazität durch Nutzung der Stege A–D (ca. 115 Liegeplätze).
Januar 2025
Betreiberwechsel
nach langen Verhandlungen. Durch die Auflösung des alten Betreibervertrags wird der Weg für die Übernahme der Verantwortung, durch die Kurbetriebe Damp, frei.
Januar 2025
2025
Förderzusage
des Landes Schleswig-Holstein über rund 18 Mio. € für den Wiederaufbau des Yachthafens Damp.
Ende 2025
Baubeginn
der umfassenden Hafensanierung mit besserem Schutz gegen Sturmfluten.
Ende 2025
Die Geschichte des Hafens ist eng verknüpft mit der Entwicklung des Ferienortes Damp selbst. Ursprünglich war Damp ein kleines Dorf mit historischem Gutshof, das erst durch die strategische Entscheidung der Gemeinde im späten 20. Jahrhundert zu einem bedeutenden Ferien- und Erholungsort wurde. Im Jahr 1968 wurde mit der Planung und dem Bau des Ferienzentrums „Damp 2000“ ein großer Schritt in Richtung touristische Entwicklung gemacht, der später in „Ostseebad Damp“ und heute „Ostsee Resort Damp“ umbenannt wurde.
Im Zuge dieses großen touristischen Ausbaus entstand auch der Yachthafen, der zu einem Kernbestandteil der Infrastruktur gehören sollte: mit moderner Steganlage, Liegeplätzen und direktem Zugang zur Ostsee. Der Hafen wurde so angelegt, dass er sowohl dem wachsenden Freizeitsegment als auch den Anforderungen des wachsenden Wassersports gerecht wird. Insgesamt verfügte der Yachthafen über 365 Liegeplätze auf 14 Stegen, davon etwa 100 Gästeliegeplätze.



Schon kurz nach seiner Errichtung wurde der Yachthafen Damp zu einem wichtigen Anlaufpunkt für Segler und Motorbootfahrer in der Kieler Förde und der Eckernförder Bucht. Durch seine Lage bietet der Hafen Zugang zu attraktiven Revierbedingungen, guten Windverhältnissen und einer vielseitigen Landschaft. Gleichzeitig stärkt der Hafen die touristische Infrastruktur: Gastronomie, Versorgungseinrichtungen, Servicebetriebe, Sanitäreinrichtungen und ein Yachtservice mit Reparaturwerkstatt sind direkt oder in unmittelbarer Nähe zum Hafen anzutreffen.
Der Hafen entwickelte sich nicht nur zu einem beliebten Ziel für sportliche Freizeitkapitäne – er wurde auch zu einem sozialen Zentrum. In den Sommermonaten finden hier regelmäßig Veranstaltungen, Feste und maritime Events statt, die Einheimische und Gäste miteinander verbinden und das kulturelle Leben in Damp bereichern.
Eine einschneidende Phase in der Geschichte des Yachthafens war die Ostsee-Sturmflut vom Oktober 2023. Diese Naturkatastrophe richtete verheerende Schäden an der Hafenanlage an: Wellenbrecher, Steganlagen und Versorgungseinrichtungen wurden großflächig zerstört, und große Teile des Hafens mussten aus Sicherheitsgründen geschlossen werden. Die Schäden waren so gravierend, dass zunächst eine völlige Sperrung und eine vollständige Sanierung geplant werden mussten.
2024/2025 zeigte sich der Wiederaufbau als komplexes und langwieriges Projekt: Der Teilbetrieb mit etwa 115 Liegeplätzen an den Stegen A bis D wurde schrittweise wieder ermöglicht, nachdem Sicherheitsüberprüfungen und behördliche Entscheidungen getroffen wurden. Doch die vollständige Sanierung erforderte umfangreiche Verhandlungen zwischen der Gemeinde Damp, dem bisherigen Betreiber Ostsee Resort Damp, der Kurbetriebe Damp GmbH und den zuständigen Behörden. Durch diese konstruktiven Gespräche konnte eine Herauslösung des Hafens aus einem lange bestehenden Betreibervertrag aus dem Jahr 1970 erreicht werden, was die Voraussetzung für eine umfassende Sanierung der Schäden schuf.


Das Land Schleswig-Holstein erließ eine Förderrichtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zum Wiederaufbau nach der Flutkatastrophe. Damit wurde die Möglichkeit geschaffen, einen Zuschuss zu den Sanierungsmaßnahmen in Höhe von bis zu 75 % der förderfähigen Kosten zu erhalten. Die Gemeinde stellte beim Land Schleswig-Holstein einen Förderantrag und erhielt im Sommer 2025 einen Förderbescheid über ca. 18 Mio. Euro.
Dies war der Startschuss für die vollständige Sanierung des Yachthafens.
Die geplante Sanierung mit einem Investitionsvolumen von rund 24 Millionen Euro soll den Yachthafen nicht nur wiederherstellen, sondern ihn auch besser gegen zukünftige Sturmfluten schützen – etwa durch eine höhere und verstärkte Außenmole und moderne Bauweisen. Die Arbeiten begannen bereits Ende 2025/Anfang 2026 mit den Vorbereitungen, dem Abbau beschädigter Stege und dem Ausbaggern des Vorhafens. Die vollständige Fertigstellung der Sanierungsarbeiten ist für das Frühjahr 2028 vorgesehen.
Trotz der Herausforderungen bleibt der Yachthafen von Damp ein Symbol für Kontinuität, maritimes Leben und die Verbundenheit zur Ostsee. Mit moderner Infrastruktur, vielfältigen Serviceangeboten, einem attraktiven Standort für Segler und dem unermüdlichen Engagement der lokalen Gemeinschaft und Behörden steht er für die Zukunft bereit. Der geplante Neubau und die Sanierung werden das maritime Herz von Damp wieder in voller Stärke schlagen lassen und sicherstellen, dass der Hafen noch viele Jahrzehnte ein Anziehungspunkt für Besucher, Einheimische und Wassersportfans bleibt.
Zur Niebymole 1
24351 Damp
N 54° 34' 56.874 E 10° 1' 34.104