Ein wesentlicher Punkt sowohl bei der bisherigen Planung als auch bei der Förderrichtlinie des Landes ist die zukünftige Resilienz des neuen Hafens. Diese wird durch zwei wesentliche Faktoren bestimmt. Zum einen durch die Bemessung der Mole und zum zweiten durch die Gestaltung der Stege und Anlagen im Hafen.
Für die Planung und Dimensionierung der Molen sind bestimmte Rahmenbedingungen entscheidend. Dazu gehören vor allem hydraulische Faktoren wie Wasserstände, Strömungen und Seegang. Ebenso wichtig sind morphodynamische Bedingungen, insbesondere das Sedimenttransportverhalten im gesamten Projektgebiet.
Die neue Planung sieht vor, dass die Molen aus einer vollständigen Steinschüttung hergestellt und in drei Abschnitten (Südmole, Nordmole und Ostmole) errichtet werden. Dies hat zum einen den Vorteil, dass sich die Errichtung deutlich einfacher gestaltet und zum anderen eventuell auftretende Schäden schnell, unkompliziert und günstig repariert werden können.
Die neuen Molen werden in Teilbereichen eine Höhe von bis zu 4 m haben. Im Durchschnitt werden sie eine Höhe von ca. 3,40 m haben.




Die ursprüngliche Planung der Sanierung sieht vor, im Nord- sowie Vorhafenbereich die Stege durch Schwimmstege zu ersetzen und die südlich gelegenen Stege zu reparieren und in der bisherigen Form weiter zu nutzen. Die intensive Vorplanung führt jedoch nach Einschätzung der Planungsrunden in eine andere Richtung. Ein wesentlicher Punkt im Planungsverfahren wie aber auch bei der Förderrichtlinie des Landes ist die zukünftige Resilienz des neuen Hafens. Diese wird durch zwei wesentliche Faktoren bestimmt. Zum einem durch die Bemessung der Mole (siehe oben) und zum zweiten durch die Gestaltung der Stege und Anlagen im Hafen.
Wir haben uns gegen ein Belassen der südlichen Stege als feste Stege entschieden und planen jetzt mit der Errichtung von Schwimmstegen auch für die südlichen Stege. Wir mussten auch in den letzten zwei Jahren bei schwächeren Stürmen feststellen, dass die südlichen Stege schnell überspült sind. Dies führt zum einen wie bisher dazu, dass im Hafen befindliche Boote nicht sicher vertäut werden können und damit erneut die Möglichkeit besteht, dass sie sich losreißen und zu Sekundärschäden führen. Weiterhin würde die neu errichtete technische Infrastruktur (Strom, Netzwerk usw.) erneut durch ein Überspülen zerstört. Begleitend hierzu haben wir uns gegen Heckpfähle und für die Errichtung von Fingerstegen entschieden, da diese Fingerstege sich ebenfalls an die veränderten Wasserstände im Hafen anpassen.
Nach Auswertung der Met Ocean Daten sowie des Seegangs- und Strömungsgutachtens führt die konsequente Errichtung von Schwimmstegen mit Fingerstegen zu einer wesentlichen Steigerung der Resilienz des Hafens.




Parallel zur Planung haben wir in den letzten Monaten bereits einige Maßnahmen durchgeführt bzw. führen sie gerade durch:
Die bisherige Planung mit Stand Juli 2024 sah Kosten in Höhe von ca. 24.000.000 € vor.
Hierzu hat die Gemeinde Damp vom Land Schleswig-Holstein einen Förderbescheid mit einer Fördersumme in Höhe von ca. 18.000.000 € aus dem Förderprogramm „Soforthilfen Flutkatastrophe Ostsee“ erhalten. Hierfür sind wir äußerst dankbar, denn eine Sanierung des Yachthafens ohne eine Unterstützung des Landes Schleswig-Holstein wäre für die Gemeinde Damp nicht möglich.
Durch die intensive Vorplanung (Erhöhung der Molen auf bis zu 4 m, Austausch alle Stege und Errichtung von Schwimmstegen) rechnen wir nun mit Gesamtkosten in Höhe von ca. 31.000.000 €. Hierzu haben wir einen Antrag auf Anpassung der Förderung beim Land Schleswig-Holstein gestellt. Die Gemeindevertretung hat diese Mehrkosten nur unter dem Vorbehalt einer Erhöhung des Zuschusses genehmigt. Eine Antwort des Landes wird abgewartet.
Aufgeteilt in einzelne Positionen
Zur Niebymole 1
24351 Damp
N 54° 34' 56.874 E 10° 1' 34.104